360° Orient – Die Studioshow im ausverkauftem Ratsgymnasium

Die Studio-Show zum 3-jährigen Bestehen des Tanzstudios hipdance lief im Rahmen der inter.kult und setzt einen neuen Maßstab für Orientalischen Tanz in Osnabrück.
In der ausverkauften Aula des Ratsgymnasiums, am 24.10.09, präsentierten Tänzerinnen und Tänzer des Tanzstudios hipdance in 22 Tänzen was sie in den Kursen und Projekten gelernt hatten. Mit Liebe zum Detail zeigte sich, nicht nur in der feinfühligen Zusammenstellung der Show, die komplett ohne Moderationspausen vom Tanze zu Tanz nahtlos ineinander überging, sondern auch in der Auswahl der Kostüme, die selbst gemacht und in liebevoller Handarbeit verziert wurden. Faszination und Neugierde auf mehr spürte man den ganzen Abend im Zuschauerraum!

Der erste Teil der Show war hauptsächlich dem orientalischen Tanz und der ägyptischen Folklore gewidmet und begann mit einem großen Opening mit Schleiern, wobei die  Zuschauer einige Ausschnitte der verschiedenen Tänzen der Show kurz zu sehen bekamen. Anschließend startete das Programm mit Nathalia, die sich mit einen klassisch-orientalischen Tanz in die Herzen der Zuschauer tanzte. Die Gruppen „Saphira“ und „Sahrat al Nil“ führten moderne orientalische Tänze, Trommelsoli, Muwashahat und Doppelschleiertänze immer in verschiedener Besetzung und ergreifender Raumkonstellation vor. Das Ensemble „Lazurie“ tanzte zusammen mit Stargast Ahmed Fekry einen Saidi-Stocktanz. Anschließend brachten sie  das Publikum umgezogen in Jeans und  kurzen Hemden zu moderner ägyptischer Musik zum Kochen.
Delanna, die Veranstalterin und Inhaberin des Tanzstudios hipdance, verzauberte alle mit ihren Solo Performances mit Double-Voi und Trommelsolo, sowie einem frechen Duo mit Ahmed Fekry.
Die „StyleShaker“ heizten mit einer HipDance-Performance zu aktuellen Chart Hits das Publikum noch mal richtig ein. Auch „Hausmeister“ Flo mit seinem HipHop Freestyle begeisterte das Publikum kurz vor der Pause, die so unerwartet kam, wie auch die Erkenntnis, dass eine Stunde schon rum war.

Während sich die Tänzerinnen und Tänzer auf die zweite Runde vorbereiteten, konnte sich das Publikum mit Getränken und Essen vom Restaurant „Arabesque“ stärken, Eindrücke austauschen und auf dem Basar stöbern.

Den zweiten Teil eröffnete der Tribe „Tribalicious“ als Zombies verkleidet mit einer Hardrock Fusion und zeigte, dass frau auch ohne Glitzer auf der Bühne glänzen kann.
Anschließend tanzten sie zusammen mit dem Ensemble „Lazurie“ eine Choreografie mit Säbel. Als diese mit einem dramatischen Ende vorbei war, öffneten sich die Säbel und der nächste Stargast, Sophia Chariarse, begeistert mit einer fetzigen 20er Jahre Fusion die Osnabrücker.
Die Gruppe „Aluzza“ aus Sögel nahm die Zuschauer mit einer Schleierfächerchoreografie auf eine Reise durch Raum und Zeit. Zu klassischer Musik der orientalschen Art brachten sie die pinken Schleier-Fächer zu immer neuen malerischen Bildern und Formationen zusammen.
Nach Delanna´s Oriental-Tango-Fusion, tanzten sich Patricia und Oliver, bekannt in der Osnabrücker Tango Szene, in die Herzen der Zuschauer.   
Und auch für den zweiten Auftritt von Sophia Chariarse, einem Schlangentanz zeigte das Publikum große Begeisterung. In Ihrem goldfarbenen Schlangenkostüm bewegt Sie sich geschmeidig aber auch lauernd über die Bühne. Sie verband diesen Tanz mit typischen Bewegungen des Baharanatyam, dem traditionellen indischen Tanz.
Das Projekt “Teejasvani” und die Solo-Tänzerin Dil Arya, die zweite Startänzerin dieses Abends nahmen das Thema auf. Sowohl die Gruppenperformance als auch Solotanz im  semiklassischen indischen Tanz war so wie man es nur aus den Bollywood-Filmen gewohnt ist.
Sehr beeindruckend war der Tannoura-Tanz von Ahmed Fekry. Rund zehn Minuten drehte sich der Tänzer stetig im Kreis und ließ durch seine Röcke, Tamburine und andere Utensilien immer neue Figuren entstehen, die als Symbole für das menschliche Leben stehen.
Im abschließenden Finale-Tanz, gekonnt inszeniert, kamen nach und nach alle Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne und nach kurzen Eigenpassagen integrierten sich alle in eine gemeinsame Choreographie, die schließlich in einem Abschlußbild endete.
Es war eine fantastische und abwechslungsreiche Reise durch den Orient.
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