Silberhochzeit von Peter und Petra

Wie oft hatte Peter uns gefragt, ob wir auf seiner Silberhochzeit tanzen würden und wie oft mussten wir (innerlich kichernd) sagen, dass wir leider schon etwas anderes vorhätten…

Wir waren nämlich längst still und heimlich als Überraschungsgäste gebucht worden, also quasi in geheimer Mission unterwegs. So kamen wir am Samstagabend, als die Feier schon im Gange war und die Gäste gerade ihre Suppe zu sich nahmen durch die Hintertür hereingeschlichen und versteckten uns vorerst hinter der Theke.

Zwischen Vorspeise und Hauptgang sollten wir dem Gastgeber einen überraschten Gesichtsausdruck zaubern, wurden jedoch zunächst von den Schotten abgehalten.

Doch dann war es soweit: die Band Krabauter vorangehend und fröhlich auf ihren Instrumenten spielend schritten wir um das Haus herum, in den Festsaal hinein und beglückten das Ehepaar und ihre Gäste (trotz Platzknappheit und glattem Boden) mit unserem Tanz. Die Überraschung war perfekt =).

Gedankt wurde sie mit einem (auch wenn der Koch es nicht mehr hören konnte) absolut traumhaften Essen, welches zum hemmungslosen Schlemmen und Bäuchepflegen einlud. Anschließend gaben wir eine weitere Tanzeinlage zum Besten und bekamen tatkräftige Unterstützung vom Sohn der Gastgeber (an dieser Stelle einen lieben Gruß an seine Freundin).

Die folgende halbe Stunde verlief weniger erfreulich. Das Übel war rotköpfig, großnasig, lallte unverständliches Zeug und rückte uns gefährlich nah auf die Haut. Wie gut, dass es den Schandgalgen gibt. Eine kurze Beschwerde beim Gastgeber und der Störenfried wurde vorgeführt. So etwas passiert, wenn man Tänzerinnen unhöflich belästigt und alle Zeichen des Inruhegelassenwerdenwollens gepflegt ignoriert.

Da die Gastgeberin ihre tanzunfreudigen Brüder ein wenig ärgern wollte, bekamen wir nun den Auftrag jene zu animieren und etwas zu umschwirren. Nichts leichter als das. Schwupps standen sie zwischen uns und wurden mit Drehungen und Schultershimmys gezwungen, ihre verborgenen Bewegungstalente ans Licht kommen zu lassen ;).

Damit war unsere Pflicht für den Abend erfüllt und wir konnten uns unters Volk mischen (Met, ahoi!). Das Fellbett im Zelt vor der Terrasse sah sehr verlockend aus, sodass wir dort eine spontane Fotosession abgehalten haben. Hach, war das gemütlich =).

Dann gab es auch noch ein Mitternachtsbuffet, welches erneut zum Schmausen einlud.

Weil wir alle aber anstrengende Tage vorher gehabt hatten, sind wir an dem Abend nicht sehr alt geworden und riefen uns bereits gegen 1 Uhr ein Taxi.


Liebe Petra, lieber Peter,
wir hoffen, Euch hat unser Überraschungsauftritt gefallen und Ihr hattet einen wunderschönen Abend.

 

Alles Liebe

Jenny und Co.